Zum Funktionswechsel
3 Fragen an Linda Hadorn, Leiterin a. i. der ANQ-Geschäftsstelle
Mehr Verantwortung im vertrauten Umfeld: Per 1. September 2026 wurde Linda Hadorn zur interimistischen Leiterin der Geschäftsstelle ernannt. Im Interview zieht sie eine erste Bilanz und gibt Einblick in die aktuelle Arbeit des ANQ.
Seit 1. September bist du Leiterin a. i. der ANQ-Geschäftsstelle. Wie hast du die ersten Wochen in der neuen Funktion erlebt?
Viele Aufgaben waren mir bereits von meiner bisherigen Funktion bekannt, gleichzeitig habe ich auch viel Neues erfahren. Die ersten Wochen waren von zahlreichen Gesprächen mit Vorstand, Partnern und Mitarbeitenden geprägt. Für mich stand vor allem das Zuhören im Vordergrund – dies mit dem Ziel, Rückmeldungen und Ideen aufzunehmen und einzubinden. Das ausserordentliche Engagement beeindruckt mich immer wieder! Gemeinsam wollen wir vorhandene Ideen zügig und mit der nötigen Umsicht in die Umsetzung bringen. Unser Ziel ist es, die Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen weiterhin pragmatisch und wirkungsorientiert zu unterstützen.
Du kennst den ANQ seit Jahren als Leiterin multidisziplinäre Themen und stellvertretende Geschäftsstellenleiterin. Was motiviert dich an der neuen Aufgabe?
Die hohe Einsatzbereitschaft und der spürbare Support für den ANQ sind sehr motivierend. Die neue Funktion gibt mir die Möglichkeit, bereits Initiiertes weiterzuverfolgen und insgesamt noch stärker mitzugestalten. Das bedeutet mir viel. Der ANQ hat immer Wert darauf gelegt, sich stetig weiterzuentwickeln. Ich finde es wichtig, dass wir Bewährtes sorgfältig in die Zukunft führen und gleichzeitig offen für neue Wege sind. Dabei ist es zentral, dass wir mutig Schwerpunkte setzen, sorgfältig mit den Ressourcen umgehen und uns mit anderen Akteuren abstimmen, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden.
Welche Themen stehen aktuell für dich und dein Team im Mittelpunkt?
Seit Mitte 2025 gab es an der Geschäftsstelle aufgrund von Pensionierungen und Funktionswechseln einige Veränderungen. Als interimistische Leiterin möchte ich die jetzige Phase umsichtig gestalten und für Stabilität und Kontinuität sorgen. In unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf die Umsetzung der ANQ-Strategie, insbesondere auf die laufende Weiterentwicklung der Messungen und die neu konzipierte Berichterstattung. Diese Arbeiten sollen insbesondere für Spitäler und Kliniken einen konkreten Mehrwert schaffen und gleichzeitig eine verlässliche Grundlage für Trägerorganisationen bilden. Dabei gilt es, unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse zusammenzuführen und tragfähige Lösungen zu entwickeln – auch wenn diese nicht immer allen Erwartungen entsprechen.
Spontan auf den Punkt gebracht
Gute Gespräche, kleinere und grössere Fortschritte bei der Arbeit, Zeit mit der Familie. Dafür braucht es Vertrauen, klare Prioritäten und eine gewisse Gelassenheit.
Der Austausch mit interessierten und interessanten Menschen. Momente der Ruhe, um Gedanken Raum zu geben.
Der ANQ ist der Kompass für die Qualitätsentwicklung: Aus nationalen Vergleichen entstehen Orientierung und Impulse für die Weiterentwicklung des Spitalbereichs.