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FAQ ANQ

Unsere FAQs enthalten Basiswissen und geben verständliche Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den ANQ und seine Qualitätsmessungen.

FAQs

  • Auf welche gesetzliche Grundlage stützt sich der ANQ?
    Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) von 1994 bildet die Grundlage der ANQ-Qualitätsmessungen. Es schreibt den Leistungserbringern (Spitälern und Kliniken) sowie den Kostenträgern (Versicherer und Kantone) eine vertraglich vereinbarte Qualitätssicherung vor: Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Leistungen müssen periodisch überprüft werden. Dabei sind auch Spital- und Klinikvergleiche, insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität, vorzunehmen. Wie sie den Qualitätsnachweis in der Praxis erbringen, wurde den Leistungserbringern und Kostenträgern überlassen. Zu diesem Zweck wurde der ANQ im 2009 gegründet.
  • Welche Aufgabe hat der ANQ?
    Der ANQ hat die Aufgabe, landesweit einheitliche Qualitätsmessungen im stationären Bereich der Akutsomatik, der Rehabilitation und der Psychiatrie umzusetzen, national vergleichende Auswertungen zu erstellen und die Resultate transparent zu publizieren.
  • Welche Interessen vertritt der ANQ?
    Der ANQ vertritt die gemeinsamen Interessen seiner Trägerorganisationen. Der Verband der Spitäler H+, die Versicherer und die Kantone sind im ANQ paritätisch vertreten. Der ANQ kann nur umsetzen, was diese drei Mitgliedergruppen im Konsens beschliessen.

  • Arbeitet der ANQ auch mit Patientenorganisationen zusammen?
    Der ANQ steht im Austausch mit Patientenorganisationen und arbeitet punktuell auch mit diesen zusammen. Die Schweizerische Stiftung SPO Patientenschutz ist im Verein ANQ vertreten, jedoch nicht als Vollmitglied mit Stimmrecht, sondern mit Beobachterstatus.
  • Müssen die Spitäler und Kliniken bei den ANQ-Messungen mitmachen?
    Alle Spitäler und Kliniken, die dem Nationalen Qualitätsvertrag beigetreten sind, müssen sich an den Messungen beteiligen. In begründeten Ausnahmefällen ist ein Dispens möglich. Die Messungen wurden den Spitälern und Kliniken also nicht auferlegt, sondern erfolgen im Hinblick auf die Umsetzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben und wurden von den Leistungserbringern gemeinsam mit den Kostenträgern vereinbart, initiiert und von letzteren zusätzlich während den ersten zwei Jahren finanziert.
  • Können Spitäler auch von ANQ-Messungen dispensiert werden?
    Grundsätzlich ist ein Dispens nicht möglich. Es gibt wenige Ausnahmen: Wenn ein Spital oder eine Klinik geschlossen wird, oder wenn sich eine Messungen auf Leistungen bezieht, welche die Spitäler oder Kliniken nicht anbieten. Beim Implantat-Register SIRIS können zum Beispiel nur Leistungserbringer teilnehmen, die Knie- und/oder Hüftimplantationen durchführen. Die anderen werden davon dispensiert.
  • Was geschieht, wenn sich ein Spital/eine Klinik weigert, an einer Messung teilzunehmen?
    Der ANQ überwacht die Messbeteiligung der Spitäler und Kliniken. Zu diesem Zweck führt er eine Liste, die jährlich veröffentlicht wird. Der ANQ meldet den Versicherern und den Kantonen, wenn Spitäler und Kliniken nicht an den Messungen teilnehmen.
  • Wer legt fest, welche Messungen wie und wann durchgeführt werden?
    Der ANQ-Messplan ist Bestandteil des Nationalen Qualitätsvertrages, welche die Trägerorganisationen unterzeichnet haben. Dies bedeutet, dass Spital- bzw. Klinik-, Versicherungs- und Kantonsvertreter die Messungen gemeinsam festlegen und paritätisch darüber entscheiden.
  • Wie unabhängig sind die Messergebnisse?
    Der ANQ beauftragt unabhängige Institute mit der Aufbereitung und Auswertung der erhobenen Daten. Vielfach handelt es sich um Institute von Universitäten oder Hochschulen. Die Auswertungen erfolgen entlang von Auswertungskonzepten, die von Qualitätsausschüssen erarbeitet, vom paritätisch zusammengesetzten ANQ-Vorstand verabschiedet und bei den Kantonen, Versicherern und Leistungserbringern vernehmlasst wurden.
  • Wer garantiert, dass die Messergebnisse nicht manipuliert werden?
    Die Messdaten werden mittels Prüflogiken und Validierungen gecheckt. Die nationalen Vergleichsberichte mit den ausgewerteten Ergebnissen werden in den ANQ-Gremien diskutiert und müssen vom ANQ-Vorstand verabschiedet werden. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der Spital-, Kantons- und Versicherungsvertreter den Bericht gutheissen müssen; für einzelne Mitglieder besteht somit keine Möglichkeit und kein Interesse daran, Messresultate zu beschönigen. Die Spitäler und Kliniken haben zudem die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu kommentieren.
  • Existiert eine unabhängige Stelle, welche die Arbeit des ANQ überprüft?
    Grundlage für die Tätigkeit des Vereins ANQ bilden das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG). Der Bund überprüft die Einhaltung des KVGs und somit indirekt die Arbeit des ANQ.
  • Gibt es Vorschriften für die Publikation der Messergebnisse?
    Ja: Im <a href="https://www.anq.ch/wp-content/uploads/2017/12/ANQ_Datenreglement.pdf" target="_blank" rel="noopener">ANQ-Datenreglement</a> ist der Umgang mit diesen Daten definiert. Darauf basierend bestehen generelle Anforderungen an eine Publikation. Für jede Messung wird ein separates Publikationskonzept erstellt und verabschiedet. Der ANQ berücksichtigt bei der Veröffentlichung der Messergebnisse zudem die <a href="https://www.anq.ch/wp-content/uploads/2017/12/Empfehlungen_SAMW.pdf" target="_blank" rel="noopener">Empfehlungen der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften (SAMW)</a>.
  • Wer überwacht die Datenerhebung in den Spitälern und Kliniken?
    Die vom ANQ beauftragten Auswertungsinstitute prüfen die erhobenen Daten auf ihre Plausibilität. Eine vollständige Überwachung der Datenerhebung vor Ort im Spital/in der Klinik ist nicht möglich.
  • Wer kontrolliert, ob die Spitäler und Kliniken Verbesserungsmassnahmen ergreifen?
    Die ANQ-Messergebnisse können auf einer Zeitachse dargestellt werden (Mehrjahres- bzw. Mehrperiodenvergleich). Dadurch werden Veränderungen gegenüber den Vorjahren/Vorperioden sichtbar. Ableitung, Erarbeitung und Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen liegen in der Verantwortung der Spitäler und Kliniken. Sie kennen ihre betrieblichen Abläufe am besten und können auch effizient und treffsicher ermitteln, wo angesetzt werden muss und wo Massnahmen entwickelt werden müssen. Geschieht nichts, können Kantone und Versicherer intervenieren.
  • Weshalb veröffentlicht der ANQ keine Spitalranglisten?
    Generell gilt: Ziel des ANQ ist, die Messresultate national vergleichend darzustellen, die breite Öffentlichkeit zu informieren und den Spitälern und Kliniken einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) zu ermöglichen. Im Vordergrund steht die Qualitätsentwicklung. Spitalranglisten dienen diesem Zweck erfahrungsgemäss nicht. Der ANQ stellt in der Regel keine einzelnen Spitäler heraus – weder im positiven noch im negativen Sinne, weil sich dies kontraproduktiv auswirken könnte. Spitäler mit schlechteren Werten sind allein schon durch die transparente Veröffentlichung zum Handeln aufgefordert. Zudem muss beachtet werden, dass die Werte von Spitälern mit kleinen Fallzahlen statistisch weniger robust sind und mehr von zufälligen Schwankungen betroffen sein können.
  • Wer bezahlt die ANQ-Messungen?
    Der ANQ stellt den Spitälern und Kliniken Messinstrumente und Messlogistik zur Verfügung. Dafür bezahlen diese dem ANQ einen Beitrag pro stationären Austritt. Detaillierte Informationen: siehe <a href="https://www.anq.ch/de/anq/publikationen/jahresbericht/" target="_blank" rel="noopener">ANQ-Jahresbericht</a>, Kapitel «Finanzierung».
  • Wer finanziert den Verein ANQ?
    Die Vereinsstruktur mit Geschäftsstelle, Gremien, Mitgliederverwaltung wird gemäss Vereinsstatuten über Mitgliederbeiträge finanziert. Die Mitgliederversammlung legt deren Höhe fest. Detaillierte Informationen: siehe <a href="https://www.anq.ch/de/anq/publikationen/jahresbericht/" target="_blank" rel="noopener">ANQ-Jahresbericht</a>, Kapitel «Finanzierung».

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