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Messplan Rehabilitation

Der ANQ hat im Sommer 2011 basierend auf den Erkenntnissen aus den Pilotprojekten eine erste Version des Umsetzungskonzepts zu nationalen Qualitätsmessungen im Bereich der muskuloskelettalen und neurologischen Rehabilitation sowie im Bereich der kardiologischen und pneumologischen Rehabilitation erstellt. Das Umsetzungskonzept wurde im Winter 2011/2012 finalisiert. Der Vorstand des ANQ hat den Nationalen Messplan Rehabilitation am 27. März 2012 gutgeheissen. Der Nationale Messplan Rehabilitation wird von SW!SS REHA und von allen relevanten nationalen Fachgesellschaften begrüsst und unterstützt (SAR, SGNR, SGPMR, SAKR, IG Kardio, SGP).

Der gegenwärtige Messplan enthält ein übergreifendes und zwei organspezifische Module. In einer Absichtserklärung (PDF, 149K) hat der Vorstand des ANQ im September 2012 festgehalten, dass mittelfristig die Prüfung der Aufnahme weiterer nicht organspezifischer Module in den Messplan geplant ist und auf die diesbezügliche Erweiterung des Messplans Rehabilitation hingearbeitet wird. Dabei sollen die Ergebnisse aus der Entwicklung des von H+ lancierten Definitionspapieres „DefReha" (2012, noch nicht publiziert) berücksichtigt werden. Bis zur Aufnahme von weiteren Modulen in den Messplan Rehabilitation regelt das Verfahrens-Handbuch des ANQ zu den Messungen in der Rehabilitation, die Anwendung der Instrumente in Einrichtungen mit nicht-organspezifischem Leistungsangebot (zum Beispiel Centre de traitements et de réadaptation, CTR; geriatrische Rehabilitation), im Sinne einer Übergangslösung.

Mit den obligatorischen Messungen wird Anfang 2013 begonnen werden. Rund 50 Rehakliniken mit jährlich fast 60'000 Austritten dürften von den Messungen betroffen sein.

Die Outcome-Messungen sollen bei Ein- und Austritt durchgeführt werden. Je nach Instrument erfolgt die Datenerhebung durch das Klinik-Personal (sog. Fremdbeurteilung durch Ärztinnen bzw. Ärzte, Pflegefachpersonen, Therapeutinnen bzw. Therapeuten etc.) oder durch die Patientin bzw. den Patienten (sog. Selbstbeurteilung). Die Instrumente sollen in den drei Amtssprachen (D, F, IT) vorliegen.

Die Teilnahme an den Outcome-Messungen ist für Rehabilitationskliniken, welche den nationalen Qualitätsvertrag unterzeichnet haben, obligatorisch. Der Beitritt zum nationalen Qualitätsvertrag ist Bestandteil der Tarifverträge mit den Versicherern und der Leistungsaufträge mit den Kantonen. Kliniken können Dispensgesuche zur Messbefreiung stellen. Im Rahmen der Einführung der Messinstrumente sind Schulungen geplant, insbesondere im Hinblick darauf, dass die Outcome-Messungen aussagekräftige Klinikvergleiche ermöglichen.