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12.12.2014

Schweizer Implantat-Register SIRIS erfolgreich aufgebaut

Anfang September 2012 startete das Implantat-Register SIRIS im Auftrag des ANQ. Schweizer Spitäler und Kliniken sind seither verpflichtet, in dieser Datenbank implantierte Hüft- und Kniegelenke zu erfassen. Die im Jahr 2013 erhobenen Daten machen bereits rund 95?% des erwarteten Datenvolumens aus. SIRIS nähert sich also einer Vollerhebung. Damit ist die Aufbauphase abgeschlossen. Wird die Datenqualität als ausreichend eingestuft, können ab Erfassungsjahr 2014 auch Aussagen zur Qualität gemacht werden.

Im Jahr 2013 wurden rund 34’000 Hüft- und Knieprothesen erfasst. Gut 50% der registrierten Implantate entfallen auf Primärhüften (1), 40% auf Primärknie (1), 6% betrafen Hüftrevisionen (2) und 4% Knierevisionen (2). Diese Daten entsprechen etwa 95% des geschätzten Datenvolumens, was im zweiten Registrierungsjahr als Erfolg gewertet werden kann. Denn noch im Vorjahr stellten die erfassten Daten erst eine Stichprobe dar, weil sie nur einem Drittel des Gesamtvolumens entsprachen.

Aufbauphase abgeschlossen

Bei der Einführung eines neuen Qualitätsmessprogramms wie dem SIRIS-Register ist ein sorgfältiger Datentransfer entscheidend. In vielen der teilnehmenden Spitälern und Kliniken müssen jeweils IT-Infrastrukturen und -Schnittstellen eingerichtet und programmiert werden oder Arbeitsprozesse angepasst werden. Diese Phase verlief effizient. Im Laufe des Jahres 2013 gaben nahezu alle 167 Spitäler und Kliniken, die sich mit dem Beitritt zum Nationalen Qualitätsvertrag des ANQ zur Teilnahme verpflichteten, ihre Daten in SIRIS ein.

Qualitätsanalyse in Reichweite

Erste Hinweise auf Diagnosen zeichnen sich ab: So zeigen die Daten 2013 zum Beispiel, dass die allermeisten der primären Hüftprothesen aufgrund einer Arthrose implantiert wurden. Vergleichsweise wenige wurden wegen eines Knochenbruchs eingesetzt. Arthrose war auch mit Abstand die häufigste Ursache für eine primäre Knieprothese.

Ab Erfassungsjahr 2014 beginnt die zweite Phase: Die Datenqualität wird geprüft. Reicht sie aus, ist eine detaillierte Qualitätsanalyse möglich. SIRIS wird ab diesem Zeitpunkt als Frühwarnsystem bei Implantatversagen dienen können. Das Register wird aber auch Auskunft über Komplikationen und Ursachen geben können. Weiter wird es den Qualitätsvergleich im Spitalwesen und in der Industrie unterstützen: Nebst der Behandlungsqualität können künftig auch das Langzeitverhalten und die Funktionsdauer der Implantate beurteilt werden.

(1) Primär steht hier für den ersten Eingriff/das erste Implantat.
(
2) Revisionen bedeuten einen zweiten Eingriff/ein zweites Implantat oder weitere Eingriffe/Implantate.

Bericht über Erfassungsjahr 2013

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