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07.11.2018

Abwärtstrend bei Wundinfektionen bestätigt

Patientinnen und Patienten erleiden heute nach sieben von zwölf überwachten Operationen weniger Wundinfektionen als noch vor knapp zehn Jahren. Nach Auswertung der neusten Messperiode sinken die Infektionsraten anhaltend nach Blinddarmentfernung, Herzchirurgie (alle Eingriffe), Hüftprothese, Leistenbrucheingriff, Magenbypassoperation sowie Wirbelsäulenchirurgie mit und ohne Implantat. Das bestätigt den Trend der letzten Jahre. Einzig bei der Enddarmoperation steigt die Rate über mehrere Jahre an.

Rund 58‘000 chirurgische Eingriffe dokumentierten die 168 Schweizer Spitäler und Kliniken, die im Zeitraum 2016/17 an der Messung teilnahmen. Vergleicht man die Infektionsraten der Vorperiode mit den aktuellen, zeigen sich folgende, statistisch signifikante Veränderungen: Tiefere Raten weist die Wirbelsäulenchirurgie mit und ohne Implantat aus, höhere die Enddarmoperation. Bei der Herzchirurgie werden sowohl tiefere wie höhere Werte erzielt, je nach Infektionstiefe und Eingriffsart.

Langzeitvergleich ist massgebend

Über alle Spitäler und Kliniken betrachtet, sind die Infektionsraten somit bei sieben chirurgischen Eingriffen seit mehreren Messperioden signifikant rückläufig. Im direkten Spitalvergleich variieren die Raten zwischen den Institutionen nach wie vor zum Teil erheblich.

Die Wundinfektionsrate nach einer Enddarmoperation nimmt signifikant zu. Weshalb, ist momentan unklar. Falls sich diese Entwicklung fortsetzt, wird die Analyse vertieft. Allerdings gilt es, diese Rate mit Vorsicht zu interpretieren. Bei Enddarmoperationen ist die Fallzahl generell viel tiefer als bei anderen untersuchten Eingriffen und damit die statistische Unsicherheit höher. In die Messperiode 2016/17 eingeschlossen waren 271 Fälle; während beispielsweise die Dickdarmchirurgie im gleichen Zeitraum rund 6‘600 Fälle dokumentierte.

Datenerfassung wird überprüft

Swissnoso besucht die Spitäler und Kliniken wiederholt, um die Anwendung der Überwachungsmethode vor Ort sicherzustellen, gegebenenfalls zu verbessern und damit die Qualität der Überwachung zu steigern. Zwischen dem ersten und zweiten Besuch entwickelten sich hier mehr als zwei Drittel der Institutionen positiv. Das Spektrum der erzielten Validierungspunkte ist jedoch nach wie vor sehr breit und einige Institutionen sind weiter angehalten, ihre Erfassung zu optimieren. Insgesamt attestiert Swissnoso den Spitälern und Kliniken eine gute Erfassungsqualität.

Bericht mit Grafiken

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