PSI & Mortalitätsraten
Patient Safety Indicators (PSI) und Mortalitätsraten sind seit 2026 auf dem ANQ-Messplan. Als Grundlage für die Messungen dient der SpiGes-Datensatz des BFS.
Aktuelle Messung und Termine
Datengrundlage: SpiGes-Datensatz des BFS
Aktuell werden gemeinsam mit dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen medizinische Codierung, Patientensicherheit und Medizininformatik die Messjahre 2027 und 2028 vorbereitet. Für das Jahr 2027 sind erste Analysen ohne transparente Publikation vorgesehen. Die erste transparente Publikation mit vergleichenden Ergebnissen wird für das Jahr 2028 erwartet.
Publikationspläne der Ergebnismessungen
Messthema
PSI messen unerwünschte Ereignisse (z.B. Komplikationen oder Verletzungen), die im Spital/Klinik auftreten können und als potenziell vermeidbar gelten. Sie können damit einen ersten Hinweis auf die Patientensicherheit geben. Eine Mortalitätsrate (auch Sterberate genannt) gibt die Anzahl an Todesfällen in einer bestimmten Patientengruppe an (z.B. definiert über die Diagnose). Beide sollen helfen, die Sicherheit einer Behandlung zu verbessern und die Versorgungsqualität zu erhöhen.
Folgende PSI sind auf dem ANQ-Messplan:
- PSI 4 Sterberate nach Auftreten schwerer postoperativer Komplikationen
- PSI 6 Iatrogene Pneumothorax Rate
- PSI 11 Postoperative respiratorische Insuffizienz Rate
- PSI 13 Postoperative Sepsis Rate
- PSI 18/19 Dammrisse nach Entbindung mit bzw. ohne Hilfsmittel
Folgende Mortalitätsraten sind auf dem ANQ Messplan:
- A.1.1.M HD Herzinfarkt (Alter > 19) Mortalität
- B.1.1.M HD Schlaganfall alle Formen (Alter > 19) Mortalität (inkl. Subindikator: B.1.7.M)
- D.1.1.M HD Pneumonie Mortalität (inkl. Subindikator: D.1.15.M)
- J.2.1.M HD Sepsis Mortalität
Auswertung
Die Auswertungen werden mit dem Obsan vorgesehen.
Zusammenarbeit
Die Entwicklung und Umsetzung der Qualitätsindikatoren erfolgt unter Einbezug von Expertinnen und Experten aus den Bereichen medizinische Codierung, Patientensicherheit und Medizininformatik. Für die Sepsis-Indikatoren findet zudem ein enger fachlicher Austausch mit dem Sepsis-Programm statt. Darüber hinaus werden weitere relevante nationale Programme und Fachinitiativen in die Weiterentwicklung der Indikatoren einbezogen, um eine abgestimmte und praxisnahe Umsetzung zu gewährleisten.
Für die Verwendung der SpiGes-Daten schliesst der ANQ mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) einen Datenschutzvertrag ab bzw. geht eine Erhebungspartnerschaft ein.
Finanzierung der ANQ-Messungen
Mit dem Jahresbeitrag der Spitäler und Kliniken finanziert der ANQ alle Leistungen in Zusammenhang mit den Messungen (ohne Implantatregister). Dazu zählen Messorganisation, Daten-auswertung sowie Berichterstattung und Publikation der Messergebnisse. Weitere Infos