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27.09.2018

Psychiatrie-Kliniken erzielen weiter positive Ergebnisse

Die psychiatrische Behandlung senkt die Symptombelastung bei Patientinnen und Patienten. Alle an der Messung 2017 beteiligten Schweizer Psychiatriekliniken erreichen erneut eine Verbesserung zwischen Ein- und Austritt. Über sämtliche Kliniken gesehen, bewegen sich die Werte der stationären Erwachsenenpsychiatrie sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie annähernd auf Vorjahresniveau.

Landesweit erhoben 68 Kliniken der Erwachsenenpsychiatrie und 23 Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie im 2017 Daten. Die ANQ-Messungen umfassen in der stationären Psychiatrie folgende Themen: die Symptombelastung, welche das Ausmass der Beeinträchtigung durch körperliche und psychische Symptome abbildet, sowie Freiheitsbeschränkende Massnahmen.

Symptombelastung reduziert

Behandelnde sowie Patientinnen und Patienten beurteilen jeweils mittels Fragebogen bei Klinikeintritt und bei -austritt die Symptombelastung aus ihrer Sicht. Die neusten ANQ-Ergebnisse zeigen, dass die Symptombelastung durch psychiatrische Behandlungen bei allen Kliniken bei Erwachsenen wie bei Kindern und Jugendlichen gesunken ist.

In der Erwachsenen- sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nehmen die Eintrittswerte sowie die Differenzwerte zwischen Ein- und Austritt über die Jahre tendenziell leicht zu. Demnach sind Patientinnen und Patienten bei Klinikeintritt zwar zunehmend etwas stärker belastet, die Symptombelastung kann jedoch durch die psychiatrische Behandlung bis zum Austritt auch immer stärker reduziert werden. Insgesamt attestiert dies den Kliniken eine hohe Behandlungsqualität.

Anteil Freiheitsbeschränkender Massnahmen (FM) bei Erwachsenen leicht rückläufig

In der Erwachsenenpsychiatrie nahm die Fallzahl insgesamt wie auch die Anzahl Fälle mit mindestens einer FM im Vergleich zu den Vorjahren leicht ab. Kliniken der Akut- und Grundversorgung dokumentierten bei 8 Prozent der Patienten eine oder mehrere FM, Kliniken mit Schwerpunktversorgung bei 1 Prozent; Kliniken zur Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen wiesen erneut keine FM aus. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit einer FM erhöhte sich auf 11 Prozent. Da sich die FM-Erfassung in einigen Kliniken noch in Entwicklung befindet, könnte eine höhere Anzahl FM auch auf eine quantitativ vollständigere Erfassung hinweisen.

Weniger FM stehen nicht grundsätzlich für eine höhere Qualität. Wie oft und wie lange FM eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Klinikkonzept und Patientenkollektiv ab. Somit können die Kliniken hier auch nicht eins zu eins miteinander verglichen werden.

Entwicklungspotential erkennen und umsetzen

Ziel der ANQ-Messungen ist es, den Kliniken Grundlagen zu liefern, damit diese ihre Qualität laufend weiterentwickeln können. Die Messergebnisse bilden wichtige Qualitätsaspekte der Psychiatrie ab, beinhalten jedoch nicht sämtliche Leistungen einer Psychiatrieklinik. Dank der transparenten Ergebnispublikation erhalten die Kliniken die Möglichkeit, ihre Werte mit denjenigen der anderen zu vergleichen und erhalten so wichtige Hinweise, um Verbesserungsmassnahmen zu ergreifen.

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