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Neues Schweizer Implantat-Register SIRIS

05.05. 2011

Patientinnen und Patienten sind mit den Leistungen von Akutspitälern sehr zufrieden. Das zeigt eine Befragung, die 2009 erstmals schweizweit durchgeführt wurde. Auf einer Skala von 1 bis 6 beträgt die Zufriedenheit im Schnitt 5,3. Den Patienten wird punkto Zufriedenheit künftig regelmässig der Puls gefühlt. In einem nationalen Vertrag haben die ANQ-Partner zudem eine neue Finanzierungsart für Qualitätsmessungen festgelegt.

An der ersten nationalen Qualitätsmessung beteiligten sich 70 Schweizer Akutspitäler. Der Kurzfragebogen beinhaltete 15 Fragen. Über 73‘000 Patientinnen und Patienten erhielten ihn, rund 38‘000 antworteten. Beurteilt wurden die ärztliche Versorgung, die pflegerische Leistung und die Organisation in den Medizinischen und Chirurgischen Abteilungen. Die Chirurgen erhalten mit einem durchschnittlichen Wert von 5,43 die besten Noten. Allerdings stehen ihnen die Mediziner, das Pflegepersonal und die Organisation in fast nichts nach. Deren Durchschnittswerte bewegen sich zwischen 5,25 und 5,40 auf einer Skala von 1 bis 6. Grosse Spitäler schneiden bei der Beurteilung der Organisation tendenziell etwas weniger gut ab. Ansonsten bestehen keine erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen Spitälern. 

Schlanke Befragung, nationale Vergleichbarkeit

Die Patientenbefragung 2009 basierte auf einem standardisierten PEQ-Fragebogen, der vom Verein Outcome entwickelt wurde. PEQ steht für Patient’s Experience Questionnaire, ermöglicht eine effiziente Befragung und einen transparenten, nationalen Vergleich. Für die Auswertungen zuständig war das Institut für Sozial- und Präventivmedizin Bern (ISPM) im Auftrag des ANQ. Die Ergebnisse werden in einer Form dargestellt und publiziert, die keine Spitalranglisten ermöglicht. Der ANQ berücksichtigt damit die Empfehlungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) im Umgang mit erhobenen Daten. Die involvierten Akutspitäler haben ihre individuellen Resultate bereits im Sommer 2010 erhalten, konnten diese direkt mit den Gesamtergebnissen vergleichen und allfällige Massnahmen ergreifen.

Die Patientenzufriedenheit soll regelmässig überprüft werden. Eine nächste Qualitätsmessung wird Ende 2011 starten. Derzeit laufen im Bereich Akutsomatik Messungen zur Rehospitali-sierungsrate, zur Reoperationsrate und zur postoperativen Wundinfektion.

Neue Finanzierungsart für Qualitätsmessungen

Ende 2010 haben sich die ANQ-Partner – Spitalverband H+, santésuisse, Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und Eidgenössische Sozialversicherer – auf eine neue Finanzierungsart für Qualitätsmessungen geeinigt. Sie ist im nationalen Qualitätsvertrag festgehalten, der im Mai in Kraft tritt. Neu stellt der ANQ den Spitälern und Kliniken die Messinstrumente und die Messlogistik zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichten sich diese, den ANQ-Messplan umzusetzen. Die Spitäler zahlen dem ANQ einen Beitrag pro stationären Austritt von CHF 2.70. Dafür erhalten die Spitäler von den Versicherern und den Kantonen zwei Jahre lang pro stationären Austritt einen Zuschlag in der Höhe von CHF 5.65: für die spitalinterne Finanzierung der Qualitätsmessungen sowie für den ANQ-Beitrag.

Auskünfte erteilt:

Thomas Straubhaar, Präsident ANQ
Tel. 031 309 95 70 oder 079 311 18 19
thomas.straubhaar(at)anq.ch

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ANQ fördert Qualität in Spitälern und Kliniken

Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) koordiniert und realisiert Qualitätsmessungen in der Akutsomatik, der Rehabilitation und der Psychiatrie. Die Resultate ermöglichen eine transparente und nationale Vergleichbarkeit. Aufgrund dieser Erkenntnisse können Spitäler und Kliniken gezielt Massnahmen zur Verbesserung ihrer Qualität entwickeln. ANQ-Mitglieder sind der Spitalverband H+, santésuisse, die Kantone und die Eidgenössischen Sozialversicherer. Der Verein arbeitet nicht gewinnorientiert.